Die Methode des Dialogs
 

Martin Buber griff 1914 auf den Begriff Dialog zurück, um damit eine Form der aufrichtigen zwischenmenschlichen Begegnung (Ich-Du-Beziehung) zu kennzeichnen, in der man seinen Gegenüber nicht in seiner sozialen Funktion als bloßes Objekt wahrnimmt (Ich-Es-Beziehung), sondern in seinem authentischen Sein (M.Buber, Das dialogische Prinzip, 1992). Der Physiker David Bohm erprobte den Dialog als Instrument kollektiven Denkens in Gruppen (D.Bohm, Der Dialog, 1998). In mehreren Forschungsprojekten wurde der inzwischen als Methode ausgebaute Dialog am MIT Boston wissenschaftlich untersucht, wo er seine Tauglichkeit bei der Konfliktbewältigung und Konsensfindung in Organisationen unter Beweis stellen konnte.

Beim Dialog geht es nicht darum, den eigenen Standpunkt durchzusetzen. Vielmehr wird die eigene Meinung zunächst suspendiert, um mit Respekt gegenüber dem Dialogpartner dessen Beweggründe zu erkunden. In der Dialogrunde führt dies durch Übung und Entwicklung von Kernkompetenzen des Dialoges zu einer Disziplin, die kollektive Denkprozesse in Gang zu halten vermag, wodurch sich neue Einsichten und Erkenntnisse in einem kreativen Feld auftun, aus dem alle Beteiligten ihren gemeinsamen Gewinn ziehen können.

So ist der Dialog hervorragend geeignet, um gemeinsam Visionen für die Zukunft eines Unternehmens, eines Teams oder einer Projektgruppe zu entwickeln, die von allen gemeinsam getragen und umgesetzt werden. Er ist somit ein Experimentierfeld und Bodenbereiter zur Gewinnung von vitalen zukunftsfähigen Potenzialen, um als Gruppe oder Unternehmen in einer sich rasch wandelnden Welt mit Erfolg bestehen zu können.

Angebote zur Einführung in den Dialog und zur Dialog-Prozessbegleitung:

1. Im Rahmen des ausgewiesenen Seminarangebote

2. Über individuelle Vereinbarungen (z.B. im Rahmen der Unternehmensentwicklung)